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Stimmstörungen in der Logopädie

Stimmstörungen

Stimmstörungen äußern sich meistens durch Heiserkeit (ohne akuten Infekt), Fremdkörpergefühl im Kehlkopf (verbunden mit Räusperzwang), teilweise Schmerzen und/oder eine eingeschränkte Belastbarkeit der Stimme.

Stimmstörungen haben folgende Ursachen:

  • Organisch: Entzündungen, Ödeme, Knötchen, Lähmungen, Teilentfernungen der Stimmlippen, in schwerwiegenden Fällen Kehlkopfentfernung/Laryngektomie (bei Kehlkopfkrebs)
  • Funktionell: oft bei Berufssprechern (Lehrer, Erzieher, Bademeister, Call-Center-Mitarbeiter, Fitnesstrainer, Tanzpädagogen,…) durch falschen oder ungünstigen Stimmgebrauch, durch Umweltbelastungen (z.B. Stäube, trockene Räume), durch psychische Belastungen 

Werden funktionelle Stimmstörungen nicht behandelt, können daraus organische Stimmstörungen entstehen.

Stimmstörungen werden folgendermaßen unterteilt:

  • Hyperfunktionelle Stimmstörung
  • Hypofunktionelle Stimmstörung
  • Psychogene Stimmstörung
  • Mutationsstimmstörung
  • Rhinophonie
  • Hormonell bedingte Stimmstörung
  • Laryngektomie
  • Stimmstörung nach Kehlkopfteilresektionen

Therapie

Je nach dem, um welche Art von Stimmstörungen es sich handelt, wird die Therapie wieder individuell auf die Patient:innen abgestimmt. Inhalte der Therapie sind immer: Atmung, Muskeltonus, Haltung, Phonation, Eigenwahrnehmung, Stimmhygiene, ggf. Artikulation, Entspannung.

Mögliche Therapieverfahren:

  • Manuelle Stimmtherapie nach Gabriele Münch
  • VocaSTIM, weitere Informationen unter http://www.vocastim.de
  • Akzentmethode, weitere Informationen unter http://www.akzentmethode.de

Kindliche Stimmstörungen

Kindliche Stimmstörungen

Eine kindliche Stimmstörung kann ganz allgemein definiert werden als eine über eine längere Zeit bestehende Beeinträchtigung des Stimmklangs oder eine Beeinträchtigung des Phonationsvorganges („Stimmgebungsvorganges“).

Ursachen

  • Organisch („krankheitsbedingt“)
  • Funktionell („gewohnheitsbedingt“): häufig bei Jungen, die Fußball spielen und dabei oft sehr laut schreien, wie z. B. der Torwart. Wie auch bei den „erwachsenen Stimmstörungen“, kann ungünstigerweise aus einer funktionellen eine organische Stimmstörung werden.

Symptome

  • die Stimme könnte rau, heiser, gepresst oder verhaucht klingen
  • zu hoher/zu geringer Krafteinsatz bei der Phonation
  • Missempfindungen
  • Verminderte Leistungsfähigkeit/Belastbarkeit der Stimme

Therapie

Eine logopädische Therapie ist überwiegend dann erforderlich, wenn die Stimmstörung (Dysphonie) eine funktionelle Ursache hat. Bei einer organischen Stimmstörung stehen primär andere Therapien im Vordergrund, logopädische Therapie ist dann nur sekundär nötig. 

Auch hier sind die Therapieinhalte von den Ursachen und natürlich vom Kind abhängig. Oft müssen die Stimmgewohnheiten verändert/optimiert werden. Dafür muss das gesamte häusliche Umfeld „mitspielen“. 

Therapiemethoden:

  • nach Ulla Beushausen
  • Claudia Haug