Sprachstörungen in der Logopädie
Überblick
Sprachstörungen sind Beeinträchtigungen der Fähigkeit, Sprache zu verstehen, zu bilden oder korrekt anzuwenden. Sie betreffen also nicht nur das Sprechen selbst, sondern auch das Denken in Sprache und die Kommunikation insgesamt.
Eine Sprachstörung liegt vor, wenn jemand Schwierigkeiten hat mit:
- Wortschatz (zu wenige oder falsche Wörter)
- Grammatik (fehlerhafte Satzbildung)
- Sprachverständnis (Gesagtes nicht richtig erfassen)
- Sprachgebrauch (Sprache nicht passend einsetzen, z. B. im Gespräch)
Abgrenzung:
- Sprachstörung → betrifft das sprachliche System (Wörter, Grammatik, Bedeutung)
- Sprechstörung → betrifft die Aussprache oder den Redefluss (z. B. Stottern)
Sprachstörungen können angeboren sein oder im Laufe des Lebens entstehen, etwa durch neurologische Erkrankungen, Hörprobleme oder Entwicklungsverzögerungen.